Franschhoek ist ein Ort in der südafrikanischen Provinz Westkap mit etwa 3.400 Einwohnern. Er gehört administrativ zur Gemeinde Stellenbosch, Distrikt Cape Winelands.

Der Ort liegt zirka 60 Kilometer östlich von Kapstadt am Ende eines lang gestreckten Tales, in dem, geschützt durch die Drakenstein-Gebirgskette, relativ mildes Klima herrscht.

Der Name Franschhoek bedeutet so viel wie „Franzosenwinkel“ oder „Franzosenecke“. Die Ortsgründung geht auf das Jahr 1688 zurück, als sich etwa 200 aus Frankreich ausgewanderte Hugenotten in dem Gebiet niederließen, das sie wohl an ihre Heimat in den französischen Voralpen erinnerte. Bereits ein Jahr zuvor hatte dort eine Gruppe niederländischer Siedler unter Simon van der Stel eine 50 Hektar große Farm eingerichtet. Die Gruppe der Franzosen passte sich so schnell an, dass schon nach einer Generation kaum noch französisch, sondern Afrikaans, die Sprache der Kapsiedler, gesprochen wurde.

Unter den französischen Einwanderern befanden sich auch etliche Winzer, die bald erkannten, dass sich die ihre Siedlung umgebenden Berge hervorragend zum Weinbau eignen würden. Aus den ersten Versuchen entwickelte sich bis heute eines der wichtigsten Weinanbaugebiete Südafrikas. Entlang der Franschhoek-Weinroute erzeugen mehr als zwanzig Weingüter Spitzenweine.

An den französischen Ursprung Franschhoeks erinnern das Hugenotten-Museum und das Hugenottendenkmal. Das Hugenottendenkmal wurde 1938 zur 250-jährigen Wiederkehr der Ortsgründung durch den Bildhauer Coert Steynberg gestaltet. Zentrum der Anlage ist eine Frauenfigur, die in der rechten Hand eine Bibel und in der linken eine zerbrochene Kette hält. Das Ensemble soll die Befreiung von der religiösen Unterdrückung versinnbildlichen. Auch das Stadtbild mit den französischen Restaurants, Straßencafés, Boutiquen und Galerien in der Main Road weist auf den ursprünglich französischen Einfluss hin. Viele reiche Südafrikaner haben sich in jüngster Zeit in Franschhoek niedergelassen. Dadurch gehören die Immobilienpreise zu den höchsten Südafrikas.

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Paarl ist nach Kapstadt die größte Industriestadt in der südafrikanischen Provinz Westkap. Paarl hat 194.294 Einwohner (Stand: 2010; Hochrechnung).[1] Sie liegt etwa 50 Kilometer nordöstlich von Kapstadt und wurde offiziell im Jahr 1690 gegründet. Bereits um 1687 entstanden die ersten Farmen im Tal des Berg River; in den folgenden Jahren siedelten sich auch hier aus Frankreich vertriebene Hugenotten an. Aus diesen und anderen französischen Farmen entstand die südafrikanische Weinindustrie, deren Zentrum sich nach wie vor in der Gegend um Paarl und Stellenbosch befindet. Neben anderen Weingütern hat die KWV (Kooperatiewe Wijnbouwers-Vereniging van Zuid-Afrika Beperkt), eine der größten Winzergenossenschaften, ihren Hauptsitz in Paarl. Weitere bekannte Weingüter aus Paarl sind Backsberg Estate, Boland Kelder, Nederburg und Simonsvlei.

Als um 1860 die Eisenbahnstrecke von Kapstadt die Stadt erreichte, war Paarl bereits in der gesamten Kapkolonie bekannt für seine herausragenden Wagenbauer. Heute wird hier neben Wein vor allem Obst angebaut und verarbeitet.

Der Name Paarl bedeutet „Perle“ und geht auf den ersten Weißen zurück, der den Ort erreichte. Als Abraham Gabbema am 22. Oktober 1657 das Tal erreichte, erstaunte ihn der Anblick eines großen Granitrückens auf dem Höhenzug am westlichen Rand. Dieser Hügel war feucht von Regen oder Tau und glänzte in der Morgensonne wie eine Perle – daher der Name. Heute heißt dieser 728 Meter hohe Berg Paarl Mountain und ist seit 1963 ein Nationaldenkmal.

Der Name der Stadt wird auf Afrikaans gesondert behandelt: die afrikaanse Entsprechung zum niederländischen Paarl ist Pêrel. Wenn von der Stadt Paarl gesprochen wird, so sagt man auf Afrikaans die Pêrel, jedoch wird die Schreibweise Paarl beibehalten. Dies gilt nur für Afrikaans, im Englischen wird der Name entsprechend der Schreibweise ausgesprochen.

Paarl spielte auch in der Entwicklung des Afrikaans eine große Rolle. Hier wurde am 14. August 1875 die Genootskap van Regte Afrikaners (deutsch: „Gemeinschaft der echten Afrikaaner“) mit dem Ziel gegründet, Afrikaans auch als Schriftsprache zu etablieren. Die Genossenschaft gab ab dem 15. Januar 1876 die erste Zeitschrift in Afrikaans heraus, zuerst nur monatlich, später dann auch wöchentlich. Diese erste Zeitung wurde 1905 von der heutigen Lokalzeitung Paarl Post abgelöst. Die Afrikaanse Patriot wurde im Gutshaus von Gideon Malherbe, einem der Mitbegründer der Genotskap gedruckt; seit dem 14. August 1975 befindet sich dort im ersten Stock das Afrikaans Language Museum, auch bekannt als Gideon Malherbe Museum. Das Erdgeschoss des Gutshauses ist originalgetreu wie zur Zeit der Malherbes eingerichtet, die hier von 1860 bis 1921 lebten.

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Stellenbosch (afrikaans: stɛləmˈbos, ˈstɛləmbos) ist eine Stadt in der Provinz Westkap der Republik Südafrika. Sie ist nach Kapstadt die zweitälteste von Europäern gegründete Siedlung im heutigen Südafrika. Die Stadt hat 101.473 Einwohner (Stand: 2010; Hochrechnung).


Geografie:Stellenbosch liegt etwa 50 Kilometer östlich von Kapstadt am Fluss Eerste Rivier in 114 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Zum Stadtgebiet gehören nach einer Verwaltungsreform von 2002 die Orte Franschhoek und Pniel sowie die Townships Kayamandi, Ida’s Valley and Cloetesville. Das Umland ist eingebettet in eine Berglandschaft mit fruchtbaren Tälern. Es ist landwirtschaftlich geprägt und gehört zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Südafrikas. Zehn Kilometer nördlich der Stadt verläuft die Fernstraße N1.

Klima: Das Klima Stellenboschs ist dem Kapstadts sehr ähnlich. Die monatlichen Minimal- und Maximalwerte liegen jedoch geringfügig weiter auseinander, da Stellenbosch etwas weiter landeinwärts liegt. Die monatlichen Niederschlagsmengen betragen im Sommer im Durchschnitt unter 25 mm, im Winter zwischen etwa 50 und 75 mm. Die mittleren Höchstwerte erreichen im Sommer knapp 25 °C, im Winter um 17 °C; die mittleren Tiefstwerte liegen im Sommer bei zwischen 14 °C und 18 °C, im Winter noch bei über 10 °C.[2]

Geschichte: Nachdem die niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) ab Mitte des 17. Jahrhunderts die Kapregion zu besiedeln begonnen hatte und 1652 Kapstadt gegründet worden war, rief der holländische Gouverneur von Kapstadt, Simon van der Stel, im Zuge der Besiedelung des weiteren Hinterlandes 1679 am Fluss Eerste River eine neue Siedlung ins Leben. Nach seinem Gründer wurde der Ort zunächst „Stelenbusch“, später auch „Busch van der Stel“ und schließlich „Stellenbosch“ genannt. Die ersten Siedler betrieben Landwirtschaft und wandten sich nach einer misslungenen Eichenaufforstung verstärkt dem Weinbau zu. Für längere Zeit blieb Stellenbosch der östlichste Vorposten der Kapregion, zu dessen Schutz die VOC ein Lager mit Soldaten einrichtete. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Voraussetzungen wuchs die Stadt schnell, 1682 wurde eine Regionalbehörde eingerichtet und 1685 wurde Stellenbosch Gerichtsort.

In den Jahren 1710, 1804 und 1875 suchten Großbrände die Stadt heim, und mehrere Hochwasser des Eerste River richteten große Schäden an. Diese Rückschläge und die Ausweitung der Kapkolonie nach Osten und Norden sowie der zunehmende Einfluss der Briten veranlassten viele Siedler, letztendlich im Zuge des „Großen Trecks“ die Stadt zu verlassen, so dass deren Bedeutung im 19. Jahrhundert mehr und mehr zurückging. Lediglich die Gründung der Universität im Jahre 1918 gab der Stadt einen Teil seiner früheren Bedeutung zurück.

Zur Mitte des 20. Jahrhunderts begann der Weinbau sich für kurze Zeit wirtschaftlich zu erholen, ehe die wegen der Apartheidpolitik verhängten Sanktionen einen erneuten Niedergang verursachten. Erst nach der Abschaffung der Apartheid kam das wirtschaftliche Leben wieder in Schwung, zu dem sich neben dem Weinbau zunehmend auch der Tourismus etablierte.

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Wellington ist ein Ort in der Gemeinde Drakenstein, Distrikt Cape Winelands, Provinz Westkap in Südafrika. Die Stadt liegt in den Weinregionen nördlich von Paarl und rund 70 Kilometer nordöstlich von Kapstadt. Sehenswert sind die Kirche und das Wellington Museum. In der Nähe der Stadt befindet sich der 1853 gebaute Bain’s Kloof Pass, der Wellington mit Worcester und Ceres verbindet. Die Stadt liegt 99 Meter über dem Meeresspiegel und hat rund 41.000 Einwohner. Neben Paarl, Stellenbosch und Franschhoek ist Wellington ein bedeutendes Zentrum des Weinbaus in der Region.

Geschichte: Das Tal und die Gegend um die Stadt waren schon in der Steinzeit besiedelt. Die Besiedlung erfolgte über Tausende von Jahren bis zu den San im 18. und 19. Jahrhundert. Gegenstände aus dieser Zeit wurden in der Umgebung der Stadt gefunden und sind heute im Museum Wellingtons zu besichtigen.

Zuerst war die Gegend als Limiet Vallei (deutsch etwa: „Grenztal“) bekannt. Nachdem sich dort im 17. Jahrhundert Hugenotten niederließen, hieß es Val du Charron oder Wagenmakersvallei. Die Stadt wurde dann 1837 begründet. Im Jahre 1840 wurde sie in Wellington umbenannt, nach dem Feldherrn, der 1815 bei der Schlacht bei Waterloo Napoleon I. geschlagen hatte.

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